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Umweltschutz
 

 

Ressourcenverbrauch

Die Produktion von Fleisch verbraucht im Vergleich mit dem Anbau von direkt für den menschlichen Verzehr geeigneten Lebensmittel wesentlich mehr Ressourcen. So wird zur Produktion eines Kilos Fleisch je nach Tierart in der Intensivtierhaltung die ca. 8 bis 16-fache Menge Getreide oder Soja benötigt.

Unterscheiden muss man bei dieser Betrachtung natürlich, wie die Tiere großgezogenen werden. Tiere, die in Intensivhaltung groß gezogen werden, werden mit in Intensivlandwirtschaft erzeugten Futtermittel ernährt. Die deutsche Anbaufläche reicht für die Produktion der Futtermittel für die in Deutschland gehaltenen Tiere nicht aus. Folglich importieren wir unter hohem energetischen Aufwand Futtermittel (z.B. Soja) aus anderen Ländern über tausende Kilometer, z.B. aus Afrika. Die Intensivhaltung von Tieren, die zur Fleischproduktion gehalten werden, überwiegt in Deutschland gegenüber der extensiven Haltung, bei der Tiere auf Weiden aufwachsen.  

Würde der Fleischverbrauch in Deutschland zurückgehen, könnte man auf den jetzt für den Futtermittelanbau genutzten Flächen auch Produkte anbauen, die direkt für den menschlichen Konsum geeignete sind. Damit wäre es möglich, drastisch weniger Insektizide und Kunstdünger einzusetzen, Ruhejahre für Äcker bei der Fruchtfolgeanpflanzung einzulegen und trotzdem mehr als genug Nahrungsmittel in höherer Qualität zu erzeugen.

In anderen Ländern werden Tiere teilweise in extensiver Form gehalten. Rinder, die z.B. im australischen Inland aufwachsen, oder Schafe aus den weiten Weideflächen Irlands erhalten weder Getreide noch Soja. Für ihre Aufzucht werden damit keine auch für Menschen geeignete Nahrungsmittel verwendet.

Grundwasser

Bei der intensiven Tierhaltung entstehen lokal große Mengen Gülle. Diese Gülle wird auf Felder verbracht, mittlerweile oft nicht mehr zum Düngen, sondern schlicht um sie loszuwerden. Dabei werden so viele Inhaltsstoffe auf den Äckern und Weiden verbracht, dass diese zum einen über den Regen in Bäche, Flüsse und damit in Seen und ins Meer gespült werden, wo sie zur Gewässerbelastung führen. Zum anderen steigt der Schadstoffgehalt im Grundwasser an. Mittlerweile werden in immer mehr Gebieten Deutschlands die Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser überschritten, was eine direkte Folge der "Gülleverklappung" auf den Äckern ist (s. z.B. www.Umweltbundesamt.de).


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Stand: 14. Januar 2006